Aufhellen verfärbter Zähne

Aufhellen verfärbter Zähne

Vor der Behandlung

Nach der Behandlung

Verfärbungen von Zähnen können aufgrund vielfältiger Ursachen entstehen. Traumatische Zahnverletzungen können diese als Folge ausgeprägter Kalzifizierung gelblich verfärben. Schmelzbildungsstörungen können durch verschiedene Erkrankungen ausgelöst werden (z.B. Amelogenesis Imperfecta, Vitamin D- oder Vitamin C-Mangelerkrankungen) oder aufgrund einer zu großen über das Trinkwasser oder die Nahrung aufgenommenen Fluoridmenge (Fluorose) entstehen.
Daneben zählen vor allem Karies, Ernährungsgewohnheiten oder altersbedingte Verfärbungen zu den häufigsten und wichtigsten Ursachen dieser Problematik.

Heriditäre Erkrankungen wie z.B. Dentinogenesis Imperfecta oder Osteogenesis Imperfecta können aufgrund einer gestörten Dentinbildung zu ausgeprägten Verfärbungen der Zähne führen. Außerdem können Medikamente wie Tetrazykline, während der Mineralisationsphase der Zähne (Kindheit) eingenommen, charakteristische bläulich-graue oder gelblich-braune Verfärbungen auslösen.
Devitale oder wurzelbehandelte Zähne zeigen häufig eine dunklere Farbe sowie verminderte Transluzens.

Da die exakte Ursache der Verfärbung in großem Maße das Ergebnis einer Bleichbehandlung beeinflusst, sollte vorher stets eine ausführliche Anamnese durch den Zahnarzt stattfinden.

Ausgeprägte Dentinüberempfindlichkeiten stellen eine Kontraindikation für Bleichbehandlungen dar!

Internes Bleichen
  • Indiziert bei wurzelbehandelten Zähnen;
  • Bleichmittel wird nach Applikation einer Zement-Barriere (ca 2mm unterhalb des Zahnfleischsaums) direkt in den Bereich der ehemaligen Kronenpulpa eingebracht (für etwa 1 Woche).
  • Als Bleichmittel kommt Natriumperborat gemischt mit Wasserstoffperoxid oder mit Wasser zur Anwendung.
  • Calciumhydroxid Einlage für ca 2 Wochen, bevor der Zahn mit einer adhäsiven Füllung versorgt wird.
  • Wiederholung des Bleichvorgangs nach 1-3 Jahren häufig notwendig.
  • Unsachgemässes Vorgehen kann zu Wurzelresorptionen führen.
Externes Bleichen
  • Indiziert bei vitalen Zähnen;
  • Applizieren des Bleichmittels (10% Carbamidperoxid-Gel) mittels individuell hergesteller Schiene (Nightguard), welche der Patient nachts trägt.
  • Behandlung benötigt längeren Zeitraum (4-6 Wochen);
  • Regelmäßige Kontrollen durch den Zahnarzt.
Microabrasion
  • Alternative zum Bleichen.
  • In dieser Technik werden etwa 25 Mikron der Schmelzoberfläche abgetragen.
  • Indiziert bei weißen oder braunen Spots oder Oberflächen- Rauhigkeiten.
  • Die Schmelzoberfläche wird mit einem Gel bestehend aus verdünnter Salzsäure und Bimsstein für 10 Sekunden mittels eines Gummikelches bearbeitet.
  • Der Vorgang kann bei Bedarf wiederholt werden.
  • Der Zahn wird anschließend gut mit Wasser gespült und mit Natriumbikarbonat neutralisiert, darauf wieder mit Wasser gespült und mit einer feinkörnigen Fluoridpaste poliert.

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