Logo Endodontologe Dr. Pontius

Hilfe Zahnunfall

Verletzung der Zahnhartsubstanz und der Pulpa

Infraktion des Zahnschmelzes

Der Zahnschmelz zeigt in diesem Fall eine Frakturlinie ohne jedoch gebrochen zu sein.
Therapie: Fluoridierung, ggf. Versiegelung der Frakturlinien mit einem lichthärtenden ungefüllten Kunststoff

Fraktur von Zahnschmelz

Der Zahnschmelz ist in diesem Falle gebrochen, wobei die Fraktur auf den Schmelzbereich des Zahnes beschränkt bleibt.
Therapie: Glätten der Frakturkanten und Fluoridierung. Bei grösseren Defekten Legen einer geklebten Kunststofffüllung.

Fraktur von Zahnschmelz und Dentin

Fraktur der Zahnkrone, die bis ins Dentin reicht, die Pulpa jedoch nicht erfasst.
Therapie: Schutz der Pulpa durch Versiegelung der Dentinkanälchen als wichtigste Massnahme. Nach 6 bis 8 Wochen Legen einer geklebten Kunststofffüllung.

Komplizierte Knochenfraktur

Fraktur von Zahnschmelz und Dentin, mit eröffneter Pulpa. Da es sich hierbei sehr häufig um traumatisierte Frontzähne mit noch nicht abgeschlossenem Wurzelwachstum handelt, ist die Vitalerhaltung der Zahnpulpa von entscheidender Bedeutung!
Therapie: Abhängig von der Grösse der Eröffnung sowie der Zeitspanne zwischen Zahnunfall und zahnärtzlicher Behandlung unterscheidet man folgende Behandlungsmethoden:

Unkomplizierte Kronen-Wurzelfraktur

Zahnfraktur, welche Zahnschmelz, Dentin und Wurzelzement erfasst, die Pulpa jedoch nicht eroeffnet.
Therapie: Schutz der Pulpa durchVersiegelung der Dentinkanälchen. Aufbau des Zahnes mit einer geklebten lichthaertenden Kunststofffuellung.

Komplizierte Kronen-Wurzelfraktur

Zahnfraktur, die Zahnschmelz, Dentin und Wurzelzement erfasst bei gleichzeitig eröffneter Pulpa.
Therapie: siehe »Komplizierte Kronenfraktur« ! Bei tief unter das Zahnfleisch reichenden Frakturen wird zusätzlich eine kieferorthopädische Behandlung im Sinne einer »Forced Eruption« und/oder ein parodontalchirurgischer Eingriff (Kronenverlängerung) notwendig, um die Frakturstelle in einen klinisch zugänglichen Bereich zu verlegen!

Wurzelfraktur

Wurzelfrakturen stellen eine Kombination von Verletzungen an Wurzeldentin, Wurzelzement, Zahnpulpa und Zahnhalteapparat (Zahnfleisch, Alveolarknochen, Wurzelhaut) dar. Abhängig von der Art der Luxation, dem Zustand der Zahnkrone, der Situation des Zahnfleischs, der Lage der Frakturlinie in Relation zum Zahnfleischrand sowie dem Grad des Wurzelwachstums (abgeschlossen oder noch nicht abgeschlossen) kann es zu unterschiedlichen Heilungsmodalitäten kommen.
Therapie: Reposition und feste Schienung des frakturierten Segments für eine ausreichende Zeitdauer (bis zu 3 Monaten) mit einem über lichthärtenden Kunststoff an den Nachbarzähnen geklebten nichtaktivem Drahtbogen.