Trauma am Zahnhalteapparat, ohne signifikante Lockerung oder Verschiebung des Zahnes in seinem Zahnfach, jedoch deutliche Aufbissempfindlichkeit.
Therapie: Kontrolle auf okklusale Störungen! Zahn beobachten, regelmäßige Vitalitätsproben!
Trauma am Zahnhalteapparat mit deutlicher Zahnlockerung, jedoch ohne Verschiebung des Zahnes in seinem Zahnfach.
Therapie: siehe Concussion!
Partielle Verschiebung des Zahnes aus seinem Zahnfach heraus.
Therapie: Möglichst unverzügliches, vorsichtiges Reponieren des Zahnes in sein Zahnfach. Immobilisation für 2 bis 3 Wochen mittels auf Nachbarzähne ausgedehnter, geklebter Kunststoffschiene! Regelmäßige Nachkontrollen (Vitalitätsproben, Röntgenkontrollen).
Verschiebung des Zahnes in seinem Zahnfach aus seiner Längsachse heraus, häufig in Kombination mit Fraktur des knöchernen Zahnfachs.
Therapie: Möglichst unverzügliches, vorsichtiges Reponieren des Zahnes in sein Zahnfach bei gleichzeitiger Kompression des frakturierten knöchernen Zahnfachs.
Immobilisation für 2 bis 3 Wochen mittels auf Nachbarzähne ausgedehnter, geklebter Kunststoffschiene!
Regelmäßige Nachkontrollen in den ersten Wochen (3 Wochen nach dem Unfall) und Monaten (nach 3, 6 und 12 Monaten), gefolgt von jährlichen Kontrollen für einen Zeitraum von mindestens 5 Jahren (Vitalitätsproben, Röntgenkontrollen, Mobiltätstest, Kontrolle von Aufbiss- oder Druckempfindlichkeit) sind aufgrund der Gefahr von Pulplanekrosen und Wurzelresorptionen (intern oder extern) sehr wichtig.
Verschiebung des Zahnes in sein Zahnfach hinein, in Kombination mit beschädigtem Boden des knöchernen Zahnfachs.
Therapie: Beobachten, ob spontanes Wiedereinstellen des Zahnes in seine ursprüngliche Position erfolgt! Ansonsten kieferorthopädisches Herausbewegen des Zahnes in die gewünschte Position für eine Zeitdauer von 3 bis 4 Wochen!
In den meisten Fällen kommt es hierbei zu einer Nekrose der Pulpa in Kombination mit Wurzelresorptionen. Regelmäßige Nachkontrollen in den ersten Wochen (3 Wochen nach dem Unfall) und Monaten (nach 3, 6 und 12 Monaten), gefolgt von jährlichen Kontrollen für einen Zeitraum von mindestens 5 Jahren sind sehr wichtig!
Durch das Trauma vollständig aus dem knöchernen Zahnfach gelöster Zahn.
Entscheidend für die Prognose des Zahnes ist die Zeitdauer, die sich der Zahn ausserhalb der Mundhöhle befindet!!!
Therapie: Ein Austrocknen der Zellen der Wurzelhaut muss unter allen Umständen vermieden werden. Idealerweise sollte der Zahn innerhalb der ersten 15 bis 20 Minuten wieder in sein Zahnfach zurückgesetzt werden!
Ist dies nicht möglich, so sollte der Zahn in einem feuchten Medium aufbewahrt werden. Hierzu geeignet sind in absteigender Präferenz: